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Globale Bereiche, IPv6-Bereiche, Graue Bereiche und Vorlagen konfigurieren

  • Die folgenden Kapitel beschreiben die Konfigurationsmöglichkeiten des Enterprise Connect S, M, L und XL-Dienstes.
  • Für die Konfigurationsmöglichkeiten des Enterprise Connect XS-Dienstes beachten Sie bitte die separate Anleitung.
  • Bei Enterprise Connect S sind die Router-Funktionen virtualisiert.
  • Funktionen wie DHCP, IP-Adresskonfigurationen usw. werden in der Swisscom Cloud bereitgestellt und Sie können diese über das Enterprise Connect Dashboard konfigurieren.
  • Der Router am Standort leitet den VPN-Verkehr und den Internetverkehr an den virtualisierten Router in der Swisscom Cloud weiter.
  • Der virtualisierte Router in der Swisscom Cloud wird im Enterprise Connect Dashboard als Cloud Gateway bezeichnet.
  • Der Router am Standort wird als CPE (Customer Premises Equipment) bezeichnet.

Globale Standardeinstellungen vornehmen

Diese Einstellungen werden in der Regel bei der erstmaligen Netzwerkeinrichtung konfiguriert und danach nur noch punktuell angepasst.

Globale Bereiche

  • Die Globalen Bereiche sind ein administratives Hilfsmittel.
  • Globale Bereiche helfen Ihnen, lokale IP-Adressen zu verwalten und verhindern, dass Sie versehentlich andere IP-Adressen konfigurieren.
  • Sie legen fest, aus welchen IP-Bereichen Adressen zulässig sind oder aus welchen Bereichen IP-Adressen automatisch zugewiesen werden.
  • In den Vorlagen und an den Standorten können Sie nur IP-Adressen aus einem vordefinierten globalen Bereich verwenden – wählen Sie diesen daher so grosszügig wie möglich.
  • Ob Sie Ihre Standorte aus denselben oder unterschiedlichen globalen Bereichen adressieren, hat keinen Einfluss auf die Konnektivität zwischen den Standorten.
  • Zulässige Werte für Globale Bereiche sind die privaten IP-Adressen gemäss dem Standard RFC 1918, d.h. 192.168.0.0/16.
  • Sie können Globale Bereiche erst löschen, wenn keine IP-Adressen aus deren Bereich mehr an einem Standort konfiguriert sind.
  • Um herauszufinden, wo IP-Bereiche noch konfiguriert sind, können Sie an den Standorten nach IP-Bereichen suchen.

Konfiguration

Unter Settings > Global Ranges können Sie bis zu 16 Globale Bereiche definieren.

  1. Geben Sie eine Netzwerkadresse aus einem privaten IP-Adressbereich ein.
  2. Wählen Sie die Grösse des Globalen Bereichs (dies ist nicht die Grösse der Netze, die Sie den Standorten später zuweisen möchten, sondern die Grösse des gesamten Bereichs, den Sie nutzen möchten).
  3. Sie können dem Bereich eine Beschreibung geben.
  4. Bestätigen und speichern Sie Ihre Eingabe mit dem Häkchen-Symbol.
  5. Senden Sie nun den Warenkorb ab, damit die Änderung aktiv wird.

Graue Bereiche anzeigen

  • Graue Bereiche sind private IP-Subnetze, die intern von Swisscom für den LAN-Interconnect (LAN-I)-Dienst verwendet werden.
  • Wenn ein Enterprise Connect-Netzwerk mit einem LAN-I-Netzwerk verbunden ist, darf der entsprechende LAN-I Graue Bereich nicht für Enterprise Connect-Standorte verwendet werden.
  • Globale Bereiche dürfen sich nicht mit dem Grauen Bereich überschneiden.
  • Graue Bereiche werden von Swisscom verwaltet und unter Settings > Grey Range angezeigt.
  • Wenn kein LAN-I-Netzwerk mit Enterprise Connect verbunden ist, ist der Eintrag des Grauen Bereichs leer.

IPv6-Verwaltung

  • IPv6-Adresspools werden unter Settings > IPv6 Management verwaltet.
  • Die IPv6-Verwaltung dient zur Verwaltung öffentlicher IPv6-Bereiche, die später in Unterbereiche aufgeteilt und Enterprise Connect-Standorten oder -Diensten zugewiesen werden können.
  • Das Enterprise Connect Dashboard unterstützt folgende IPv6-Bereichstypen:
    • IPv6 Provider-Aggregatable (PA)-Bereiche: Von Swisscom koordinierte öffentliche IPv6-Bereiche.
      • Es kann eine maximale Präfixgrösse von /48 für einen IPv6-Bereich eingegeben werden.
      • Innerhalb eines einzelnen Vertrags kann einem Kunden nur ein /48-Bereich zugewiesen werden.
    • Provider Independent (PI) IPv6-Bereiche: Kundeneigene öffentliche IPv6-Bereiche. Diese Bereiche müssen zuvor im Order Management bestellt werden.
  • Unterbereiche müssen definiert werden, damit die IPv6-Präfixe in der VPN- und VLAN-Konfiguration zugewiesen werden können.
  • Die Unterbereiche können als verwendet, frei oder reserviert markiert werden.
  • Reservierte Unterbereiche werden typischerweise für technische Zwecke wie DHCP-Server-Adressierung, statische Routen oder zukünftige Zuweisungen verwendet.
  • Die IPv6-Verwaltung ist von den IPv4 Globalen Bereichen und Grauen Bereichen getrennt.

VLAN-Vorlagen einrichten

  • Unter Settings können Sie verschiedene Vorlagen für neue Standorte oder neue Gruppen an einem Standort (VLANs) vordefinieren.
  • Bei der Aktivierung eines Standorts oder einer neuen Gruppe an einem Standort können Sie eine vordefinierte Vorlage zuweisen, um die Konfiguration zu vereinfachen.
  • Es können maximal 32 Vorlagen definiert werden.
  • An Standorten mit dem Enterprise Connect LAN-Dienst kann DHCP Relay derzeit nicht auf der Standardgruppe «corp» konfiguriert werden.
  1. Legen Sie den Namen für die Vorlage fest.
  2. Wenn Sie eine bestehende Vorlage für die Anfangswerte verwenden möchten, wählen Sie diese hier aus.
  3. Konfigurieren Sie die IP-Einstellungen.
    • Globaler Bereich: Bei Verwendung der Vorlage wird automatisch das nächste freie IP-Subnetz aus diesem Bereich ausgewählt.
    • Subnetz: Grösse des LAN-Bereichs, der dem Standort durch diese Vorlage zugewiesen wird.
    • CPE IP Offset: IP-Adresse (Offset) des CPE am Standort.
    • Cloud Gateway Offset: IP-Adresse (Offset) des virtuellen Routers in der Cloud (= Standard-Gateway).
    • Bei EC-M/L/XL ist die Cloud Gateway IP-Adresse gleichzeitig die CPE IP-Adresse.
  4. Konfigurieren Sie die DHCP-Einstellungen. Sie können DHCP lokal (managed) aktivieren, DHCP Relay konfigurieren oder DHCP vollständig deaktivieren.
    • Managed DHCP-Einstellungen (lokaler DHCP-Server auf dem CPE)
      • DHCP-Bereichsanfang: Niedrigste IP-Adresse (Offset) aus dem DHCP-Bereich.
      • DHCP-Bereichsende: Höchste IP-Adresse (Offset) aus dem DHCP-Bereich.
      • DHCP DNS-Suffix: Domain-Suffix, das zugewiesen wird.
      • Primärer DNS-Server: DNS-Server als Offset aus dem lokalen IP-Bereich (typischerweise derselbe Offset wie für das Cloud Gateway) oder als IP-Adresse eines DNS-Servers.
      • Sekundärer DNS-Server: Alternativer DNS-Server, falls der primäre nicht verfügbar ist.
      • DHCP-Optionen: DHCP-Optionen 2 bis 254 werden unterstützt, ausser den Optionen 3, 6, 15, 44, 46, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 57, 58, 59, 61, 82, 120, 121, 184.
    • DHCP Relay-Einstellungen
      • DHCP-Server 1: IP-Adresse des primären DHCP-Servers.
      • DHCP-Server 2: IP-Adresse des alternativen DHCP-Servers, falls der primäre Server nicht verfügbar ist.
      • Circuit ID: DHCP Option 82: Circuit ID.
      • Remote ID: DHCP Option 82: Remote ID.
      • Proxy-Modus: Aktivieren/Deaktivieren des DHCP-Proxy-Modus. Der Proxy-Modus ist standardmässig deaktiviert.
  5. Konfigurieren Sie die OSPF-Einstellungen (nur relevant für EC-M/L/XL-Standorte).